Wer hat das nicht schon mehr als einmal gehört? «Ich brauch das Holzkohlearoma, Gas is‘ da nichts für mich!» Solche Aussagen haben den Gasgrill lange Zeit zu einem Grill zweiter Klasse degradiert. Abgesehen davon, dass die Sache mit dem Aroma tatsächlich eine Legende ist, handelt es sich bei den Vorbehalten gegenüber dem unsichtbaren Brennstoff auch um ein sehr Schweizer Phänomen. In den USA dagegen sind insbesondere grosse Grillstationen und Aussenküchen mit Gas extrem populär.

Inzwischen findet aber auch bei uns ein Umdenken statt, Gasgrills sind auf dem Vormarsch. Die Gründe dafür sind ganz unterschiedlich. Die einen schätzen die kleineren Modelle, weil sie auf dem Balkon Platz haben und das lästige, nicht immer saubere, Hantieren mit Holzkohle oder Briketts entfällt. Andere wiederum folgen dem US-Trend und bauen sich im Garten eine Aussenküche um den Grill herum, und wieder andere – inzwischen eine grosse Menge ambitionierter Griller – greifen zu Grillstationen, weil diese unglaublich vielseitig sind. Kein Wunder also, dass das Angebot mittlerweile breit gefächert ist; die Preise reichen von etwa 100 bis zu mehreren tausend Franken.

Bei Holzkohle ist es einfach: Je nach vorhandenem Platz greift man zu einem Kugelgrill mit 47 bis 67 Zentimetern Durchmesser und ist anschliessend gut gerüstet. Steaks und Würstchen über direkter Glut funktionieren in der Kugel ebenso problemlos wie ein bei indirekter Hitze gegarter Braten oder Spareribs. Bei Gas ist das leider nicht ganz so einfach, zumindest bei den kleineren Modellen nicht. Denn der Brenner – die meisten kleinen Gasgrills besitzen nur einen – ist innerhalb des Gehäuses fixiert, sodass sich keine unterschiedlich heissen Grillzonen einrichten lassen. Zudem erzeugen diese Einzelbrenner-Grills Hitze in einem festgelegten Temperaturbereich, den Sie weder unter- noch überschreiten können.
Vor allem Ersteres beklagen Besitzer solch kleiner Gasgrills häufig, wenn sie versuchen, typische, indirekt gegrillte Barbecue-Gerichte zuzubereiten. Denn dafür benötigt man Temperaturen um maximal 100 Grad Celsius, und so niedrig lassen sich viele Gasgrills nicht regeln. Hinzu kommt, dass der meist ringförmig durch das Gehäuse laufende Brenner keinen wirklichen Bereich mit indirekter Hitze lässt.
Man kann hier zwar tricksen, indem man beispielsweise einen zweiten Rost mit etwas Abstand auf den eigentlichen Grillrost legt und eine Aluschale darunter stellt, aber richtig perfekt ist das nicht. Ein Pluspunkt: Viele der kleinen Gasgrills sind im Vergleich zu den grossen Stationen gut zu handhaben und bieten in der Regel genug Leistung, um Steaks und Würstchen vernünftig zu grillen.

Wenn Sie von Holzkohle auf Gas umsteigen, ist oft ein wenig Eingewöhnung von Nöten. Bei Gas müssen Sie etwas mehr experimentieren, bis Sie herausgefunden haben, wo die heisseren und weniger heissen Bereiche sind. Am einfachsten klappt das übrigens mit Würstchen. Wenn Sie diese so platzieren können, dass sie gleichmässig braun werden, haben Sie ihren Grill im Griff.

Vorteile Gasgrill

• Der Gasgrill ist schnell einsatzbereit. Über ein Ventil werden die angeschlossenen Gasflaschen geöffnet und schon gehts los.
• Die Temperatur lässt sich genau regeln.
• Das Grillieren ist rauchfrei.
• Desserts lassen sich auch auf einem Gasgrill perfekt zubereiten.
• Gasgrills sind leicht zu reinigen.

«trends & style»-Tipp: Beachten Sie die Angebotspalette von Weber-Grill. Am besten lassen Sie sich beraten zum Beispiel bei: PanGas Gas & More, Herrenwiesen 2, 8952 Schlieren.